NRW – Heute geschlossen…

Erstellt: Dienstag, 14. Februar 2012 23:00

Mittelstandsvereinigung gegen die Bevormundung der Bürger

„Der Evaluierungsprozess zum Ladenöffnungsgesetz hat deutlich gezeigt, dass es keinen Grund für Veränderungen gibt“, so Jörg Hamel, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Handel der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung NRW. Das Zurückdrehen der Öffnungszeiten widerspräche der Lebenswirklichkeit in unserem Land. Flexible Arbeitszeitmodelle in Industrie, Handel, Handwerk und Dienstleistungsgewerbe sind Teil des Motors für die nordrhein-westfälische Wirtschaft. Eine Abkehr vom bestehenden Recht schadet dem Mittelstand, dem Verbraucher, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Betrieben und nicht zuletzt dem Standort. „Als MIT werden wir immer Verfechter eines ausgewiesenen Sonntagsschutzes sein, den wir im aktuellen Gesetz auch so umgesetzt sehen.“

Die geplanten Manipulationen an Stellschrauben des Ladenöffnungsgesetzes werden jedoch verheerende Wirkungen gerade auf die schwächeren Regionen unseres Landes haben.
Abfließende Kaufkraft, Verödung von Innenstädten, Wettbewerbsverzerrungen - nicht zuletzt auch dem benachbarten Ausland gegenüber - werden die Folge einer Abkehr vom bestehenden Recht sein. Die Öffnungszeiten im Handel sind nicht Kern des Problems – weder des gesellschaftspolitischen noch des wirtschaftlichen.

Hier muss die Politik ansetzen, mit klugen Konzepten die jeweiligen Stärken der Regionen zu fördern und damit auch Unternehmen und somit Arbeitsplätze zu erhalten. Kommunen, die auf Grund ihrer finanziellen Lage handlungsunfähig sind, eine Perspektive zu geben, damit überhaupt Wirtschaft, Handel sowie urbanes Leben wieder möglich werden. Bestätigt zeigt sich die MIT vom aktuellen PR-Flop des SPD-Wirtschaftsministers, der bei einem von Presse begleiteten abendlichen Supermarktbesuch die allgemeine Zufriedenheit mit der von CDU und FDP eingeführten Regelung zu spüren bekam.