1140009590 kl Konrad klein 133Der Bochumer Europaabgeordnete und Stellvertretende MIT-Landesvorsitzende Dr. Christoph Konrad (CDU) hat die Position des Umweltausschusses des Europäischen Parlaments (EP) zu künftigen Grenzwerten beim CO2-Austoß von Pkws scharf kritisiert. "Ein einheitlicher Grenzwert für jedes Fahrzeug ist vollkommen inakzeptabel und weltfremd.

Es wird eine Staffelung nach Fahrzeugkategorien oder -Größen geben", sagte Konrad nach einem Besuch der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA.

Der EP-Umweltausschuss hatte in dieser Woche für einen einheitlichen Grenzwert von 120 Gramm pro Kilometer plädiert. "Das ist eine vollkommen unverantwortliche und weltfremde Forderung. Ein Fahrzeug der Premiumklasse oder ein Familienwagen kann niemals einen so niedrigen CO2-Ausstoß ereichen wie ein Kleinwagen. Würde diese Einzelmeinung des Umweltausschusses in die Tat umgesetzt, wären weite Teile der Automobilbranche schwer geschädigt. Das kann niemand ernsthaft wollen", erklärte Konrad.

Konrad ist optimistisch, dass bis zum Plenarvotum des EU-Parlamentes noch eine vernünftige Lösung des Parlamentes erarbeitet werden kann. "Es liegen gute Vorschläge auf dem Tisch, wie die Grenzwerte so gestaltet werden können, dass am Ende ein ambitionierter Durchschnittswert für alle Fahrzeuge herauskommt. Eine Staffelung nach Größe oder Gewicht wird es geben müssen. Dann müssen für jede Fahrzeugklasse große Anstrengungen unternommen werden. Wir brauchen Chancengleichheit für alle Hersteller und Modellpaletten".

"Europa hat die Chance, Umwelt und Industrieinteressen zum Ausgleich zu bringen. Mit modernen und sparsamen Modellen können die europäischen Hersteller in jeder Fahrzeugklasse Maßstäbe setzen. Das geht aber nur mit einem realistischen Modell für die CO2-Grenzwerte. Das hat gestern übrigens auch Bundeskanzlerin Merkel bei der Eröffnung der IAA klargestellt", so Konrad abschließend.


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