Christian Weisbrich und Lutz Lienenkämper

"Kernenergie ist als Brückentechnologie für den Klimaschutz unentbehrlich, auch wenn in NRW kein Strom aus Kernenergie erzeugt wird und keine neuen Standorte für Atomkraftwerke geplant sind." Das betonte der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion und Vorsitzende des Parlamentskreises Mittelstand, Christian Weisbrich, heute im Düsseldorfer Landtag. Angesichts explodierender Stromkosten, angesichts der drohenden Schließung energieintensiver Unternehmen in NRW und angesichts der Verlagerung von deutschen Arbeitsplätzen ins Ausland sei es höchste Zeit, mit den Illusionen rot-grüner Energiepolitik aufzuräumen, so der Energieexperte weiter. "Jetzt zeigt sich: Unsere Forderung nach einem ausgewogenen Energiemix und nach Energieforschung ohne Denkverbote und ideologische Scheuklappen war von Anfang an richtig, wenn Energie sicher, sauber und bezahlbar sein soll."

Durch die Verlängerung der Nutzung der Kernenergie könnten in Deutschland ab 2020 jährlich bis zu 150 Millionen Tonnen CO2vermieden und in der Stromerzeugung bis zu sieben Milliarden Euro Kosten eingespart werden. Weisbrich: "Das ist ein Umwelt- und Konjunkturprogramm erster Güte. Dem kann sich kein vernünftiger Mensch verweigern!"

"Die CDU-Fraktion sagt unmissverständlich Ja zum Klimaschutz", ergänzte Fraktionskollege Lutz Lienenkämper, wirtschaftspolitischer Sprecher der Christdemokraten im NRW-Landtag. "Damit unsere Energieversorgung jedoch nicht von Energiebezügen aus politischen Krisenregionen abhängig wird, brauchen wir die Verlängerung der Laufzeiten vorhandener Kernkraftwerke, um Zeit zu gewinnen für die Einführung CO2-armer Kohlekraftwerke und erneuerbarer Energien, die ohne Subventionen bezahlbar sind", so der Wirtschaftsexperte. Dabei bleibe die Sicherheit und die zügige Lösung des Entsorgungsproblems selbstverständlich oberstes Gebot.

Weisbrich abschließend: "SPD-Bundesumweltminister Gabriel hingegen lässt keine Möglichkeit aus, um gegen Kernenergie zu hetzen und Ängste mit dem Argument zu schüren, es gebe kein Endlager. Gleichzeitig sabotiert er seit Jahr und Tag die Einrichtung eines sicheren Endlagers in Gorleben und verschweigt, dass wir ein solches Endlager auch dann brauchen, wenn unsere Kernkraftwerke abgeschaltet werden."


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