Hamel Joerg groß"Trödelmärkte sind etwas Tolles. Wer streift nicht gerne darüber und sucht nach Schnäppchen aus Großmutters Kommode oder nach Schätzen aus der Dachkammer zum kleinen Preis? Das was aber in Nordrhein-Westfalen auf vielen Märkten geschieht, hat mit dem klassischen Trödler oftmals nichts mehr zu tun.", so Hartmut Schauerte, Landesvorsitzender der CDU-Mittelstandsvereinigung.

Die in der MIT engagierten Händler wenden sich vehement gegen die immer weiter ausufernden Neuwarenverkäufe auf diesen Märkten und gegen offensichtliche Wettbewerbsverzerrungen - die dem stationären Einzelhandel in unseren Innenstädten sehr schaden. Mit dem herkömmlichen „Trödel“, also benutzten, alten oder defekten Teilen, haben viele Trödelmärkte nichts mehr zu tun. Von Textilien über Elektronik und Schreibwaren bis hin zu Lebensmitteln, originalverpackt und etikettiert, wird auf diesen Märkten alles angeboten. Dabei ergeben sich eine große Zahl an Problemen. Jörg Hamel, Sprecher der AG Handel: "Hygienevorschriften, Verbraucherschutzregeln, arbeitsrechtliche Verpflichtungen, Ladenöffnungszeiten, dies alles spielt bei diesen Billig-Märkten unter freiem Himmel oftmals keine Rolle oder wird nicht kontrolliert. Die Kommunen sind häufig überfordert, sonntags hier zu kontrollieren oder Präsenz zu zeigen."

"Hier werden auch Plagiate gehandelt und wie viel an der Steuer vorbei läuft, kann man gar nicht beziffern", so die Erkenntnis der Mittelständler, die sich eingehend mit der Situation vor Ort befasst haben. Viele Einzelhändler in der Innenstadt klagen hinter vorgehaltener Hand darüber, aber fürchten sich vor dem Vorwurf, das Trödelvergnügen am Wochenende vermiesen zu wollen. "Dabei geht es gar nicht darum die herkömmlichen Trödelmärkte mit gebrauchter Ware zu verbieten", so Hamel: "Es geht darum, dass Gewährleistungsansprüche bei den Verkäufen von Neuwaren kaum umsetzbar sind, Kühlketten unterbrochen werden und dass strenge Richtlinien die für den stationären Handel ein Muss sind, hier keine Bedeutung zu haben scheinen. Jedem Einzelhändler wird genau auf die Finger geschaut, ob alle Bestimmungen eingehalten werden und ein Vergehen hart bestraft – nur auf den Trödelmärkten wird weggesehen.“ Die Einzelhändler fühlen sich hier von der Landesregierung im Stich gelassen, die versprochen hatte die Innenstädte zu stärken. Der Umgang mit der Diskussion um die Trödelmärkte, das Aussitzen von Entscheidungen und die widersprüchlichen Informationen, die von der Regierung zu diesem Thema gemacht worden sind, hat Unverständnis ausgelöst. Dabei spielen neben den wirtschaftlichen Faktoren auch ganz konkrete Sicherheitsbedenken eine Rolle.

"Seit der Bombendrohung und Räumung eines mit 10.000 Teilnehmern eher kleineren Trödelmarktes im Ruhrgebiet im Januar muss man sich auch um die Sicherheits- und Verkehrsfragen ernsthafte Gedanken machen.", so Schauerte. Kann, auch bei bestehenden Sicherheitskonzepten, von den Veranstaltern gewährleistet werden, dass alle Besucher bei einem größeren Andrang auf die Trödelmärkte im Sommer geordnet und sicher das Gelände verlassen können?

Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU Nordrhein-Westfalen erwartet von Wirtschaftsminister Duin nun entschlossenes und zügiges Handeln in Bezug auf eine handhabbare Regelung. Dies wäre einfach und rechtssicher zu erreichen, indem man die Regelung für die Trödelmärkte aus Rheinland-Pfalz übernimmt. Hierfür plädieren wir und glauben, dass auch Gewerkschaften, Kirchen, Einzelhandelsverbände und andere das so sehen. Ein neues Marktgesetz mit einem Mehraufwand an Bürokratie brauchen wir dafür nicht. Handeln ist nun gefragt und nicht Aussitzen."

 


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