Dr. Jens Petersen und Gerhard Daniel

Dr. Jens Petersen, Vorsitzender des AK Freie Berufe und früherer Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses des Landtags, mit Gerhard Daniel, Vorstandsmitglied des Apothekerverbandes Westfalen-Lippe e.V., im Gespräch.

"Wenn uns nicht kurzfristig geholfen wird, stehen alle PTA-Schulen schon bald vor dem Aus", machte eine Lehrerin der Gelsenkirchener PTA-Schule anlässlich des Besuches von Vertreter der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU NRW am gestrigen Montag die Situation deutlich.

Die bisherigen Proteste gegen das Vorgehen der Landesregierung, die Mittel für den Ausbildungsberuf zu streichen, haben nicht gebracht. Deswegen sahen sich die Freiberufler in der CDU mit einer kleinen Delegation, unter Leitung des früheren Vorsitzenden des Wirtschaftsausschusses des Landtags, Dr. Jens Petersen, die Situation vor Ort an. Erschrocken zeigte man sich von der Lage und den berechtigten Befürchtungen der Schulleitung in Gelsenkirchen sowie des anwesenden Vorstandsmitglieds des Apothekerverbandes Westfalen-Lippe e.V., Gerhard Daniel.

Obwohl der Beruf im Hinblick auf den demographischen Wandel, die flächendeckende Arzneimittelversorgung und den bereits bestehenden Fachkräftemangel in diesem Sektor von großer Bedeutung ist, beharrt die Regierung um Hannelore Kraft auf ihrer Position. "Die Folgen sind verheerend", so Dr. Jens Petersen, Vorsitzender des Arbeitskreises Freie Berufe der MIT. Denn, neben den wichtigen gesundheitspolitischen Aspekten, wird der Ausbildungsberuf vorwiegend von jungen Frauen und Migrantinnen erlernt. „Die Schülerinnen erhalten so die Möglichkeit auf Unabhängigkeit“, erklärte Susanne Brittinger, Fachapothekerin für Theoretische und Praktische Ausbildung und Leiterin der 1969 gegründeten Fachschule.

Und die Zeit läuft den Betroffenen davon – die Gelsenkirchener PTA-Schüler zahlen ab Oktober monatlich 295 Euro Schulgeld. Im Gegensatz zu den anderen Ausbildungen, bekommen die angehenden PTAs keine Ausbildungsvergütung. So stehen die PTA-Schulen vor einer Zerreißprobe – viele der 16 Schulen in Nordrhein-Westfalen stehen vor dem Aus. An der Situation wird sich vor 2016 auch nichts ändern, da das PTA-Gesetz ein Bundesgesetz ist. Da die Landesregierung nicht selbst ihrer Verantwortung nachkommt, wird man wohl nicht darum herum kommen, die PTA-Ausbildung über den Bund anders zu regeln. Eine Bundesratsinitiative muss endlich her. Ansonsten wird man in einer neuen CDU-geführten Bundesregierung hierauf drängen, denn am Ende sind die Schülerinnen und Schüler diejenigen, die im Stich gelassen werden. "Bis dahin fordern wir die Landesregierung auf, kurzfristig eine tragfähige Lösung zu finden statt auf dem Rücken der Schülerinnen und Schüler hier Hartleibigkeit zu zeigen", forderte abschließend Dr. Petersen.


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