Der Wirtschaftsflügel der CDU NRW setzt sich mit ihrem Antrag zur steuerlichen Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen auf dem CDU-Landesparteitag in Essen durch.

 

Wüst Hendrik 2015„Die steuerliche Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen ist nun Grundsatzposition der nordrhein-westfälischen CDU geworden“, freut sich der MIT-Landesvorsitzende, Hendrik Wüst MdL.

Auf dem Landesparteitag der CDU NRW am Samstag hatte die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung für dieses Anliegen gekämpft und folgenden Beschluss durchsetzen können: „Wir fordern die steuerliche Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen im Gebäudebereich.“

Damit wird die Beschlusslage der CDU weitergeführt, die sich bislang immer sehr deutlich für die energetische Sanierung von Gebäuden ausgesprochen hat. Dabei gehört die steuerliche Absetzbarkeit von Erhaltungsmaßnahmen im Gebäudebestand neben einer Direktförderung, beispielsweise durch KfW-Mittel, zu einem Kernanliegen der CDU als Partei derjenigen, die Erarbeiten und dann Investieren.

Im NAPE (Nationale Aktionsplan Energieeffizienz) hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie festgelegt, dass die steuerliche Absetzbarkeit dieser energetischen Maßnahmen eine der Sofortmaßnahmen ist. Sie würde etwa 2,5 Millionen Tonnen CO-Ausstoß ersparen und damit zur Reduzierung des Primärenergieverbrauches erheblich beitragen. Jetzt darf dieser Schub für die energetische Gebäudesanierung nicht länger z.B. von rot-grün in NRW blockiert werden.

Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft kann durch umfassende Dämmmaßnahmen am gesamten Gebäudebestand in Kombination mit dem Einsatz moderner Heizungsanlagen bis zum Jahr 2050 ein spezifischer Endenergieverbrauch von rund 30–50 kWh/m² pro Jahr erreicht werden.* Dies entspricht einer Energieeinsparung von fast einem Drittel, legt man den derzeitigen Verbrauch von jährlich 172 kWh/m² bei Ein- und Zweifamilienhäusern und 145 kWh/m² bei kleineren Mehrfamilienhäusern zugrunde.**

* IW policy paper, 12/2014: Handlungsempfehlungen zur Umsetzung der Energiewende im Gebäudesektor, S. 8.

** Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen, 2011: Wohnungsbau in Deutschland 2011 - Modernisierung oder Bestandsersatz., S. 115.

Foto: Benjamin Decker


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