JavaScript is required

Freiwilligkeit stärken statt Auskünfte erzwingen

PKM Europe - Gespräch zum Thema „Berichtspflichten für Unternehmen im Umwelt- und Sozialbereich“.


Der MIT-Spitzenkandidat zur Europawahl 2014, Dr. Markus Pieper MdEP, diskutierte heute in seiner Funktion als Sprecher des Parlamentskreises Mittelstand Europe mit Vertretern von Wirtschaftsverbänden über die geplante Auskunftspflicht. Hintergrund des Gesprächs ist der Vorschlag des EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier, eine Auskunftspflicht über das Umwelt- und Sozialengagement von Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern europaweit gesetzlich zu verankern. „Auskünfte über freiwilliges Engagement dürfen von der EU nicht erzwungen werden“, so das Fazit des Gesprächs, dass der Münsterländer Europaabgeordnete und Vorsitzende der MIT-Europakommission im Vorfeld der jetzt anstehenden Abstimmungen in den Fachausschüssen führte. Bislang berichten etwa 2.500 europäische Unternehmen unter dem Prinzip Corporate Social Responsibility (CSR) freiwillig über umweltbewusstes und soziales Handeln und verpflichten sich, dieses in ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit zu verankern. Mit der Verpflichtung, sollen laut EU-Kommission die Entscheidungen von Aktionären und Investoren für Investitionen erleichtert werden. Neben dem erheblichen Bürokratieaufwand, stehen die erwarteten Mehrkosten in der Kritik. Dies würde europäische Unternehmen, vor allem auch die nordrhein-westfälische Wirtschaft, in einem weiteren Bereich im globalen Wettbewerb schwächen. Hierzu hat sich Dr. Pieper, zusammen mit Markus Ferber MdEP, in dem Gremium bereits eindeutig geäußert: „Ein richtiger Ansatz der Kommission ist die Ausnahme für kleine und mittlere Unternehmen. Dennoch fordern wir Kommissar Barnier auf, die geplante Berichtspflicht zu überdenken. Soziales Engagement ist wichtig, aber deshalb muss man es nicht europaweit regulieren. Wir lehnen den Zwang zur Offenlegung nicht-finanzieller Informationen ab.“ Auch künftig sollen Unternehmen frei entscheiden können, wie sie ihre soziale Verantwortung gestalten.